Vivensys

Grundlagen für die Zusammenarbeit und Auftragsvergabe - 15. Oktober 2018

(alle Preise ohne 19% MwSt.):

 

Die Temperierung nach Henning Großeschmidt ist ein Verfahren nach römischem Vorbild

(Hypokaustum).

 

Das System wird seit 1983 eingesetzt und entsprechend den in der Praxis gewonnen Erkenntnissen

ständig weiterentwickelt. Aufgrund massiver Lücken in den gängigen Normen, Bauvorschriften und

Energieverordnungen in Sachen Strahlungsheizung im Allgemeinen und in Sachen Temperierung im

Besonderen ist die Anwendung derselben auf die Temperierung nicht sinnvoll. Sie würden u.a. zu

einer erheblich überdimensionierten Auslegung führen.

 

Je nach angewendeter Norm werden entweder nur stationäre Bedingungen und eine unveränderliche

Bauteilfeuchte angenommen, oder die verbesserten Normen haben immer noch zu große Lücken,

was die Funktionsweise der Temperierung angeht. Beide Annahmen führen zu deutlichen

Fehldimensionierungen von Strahlungs-Heizsystemen bzw. falschem Einsatz von Dämmung.

 

Aufgrund dieser Zusammenhänge ist eine Beauftragung auf Basis der üblichen Normen

(z.B. DIN, EN, ISO etc.) oder der VOB ausgeschlossen. Die Leistungsberechnung für

Planungsleistungen erfolgt am tatsächlichen Aufwand orientiert – soweit wie irgend möglich

anhand von Pauschalangeboten. Eine Abrechnung nach HOAI ist derzeit ausgeschlossen.

Ich halte mich an den Grundsatz, daß ich den Erfolg und nicht die Handlung schulde. Die

rechtlichen Grundlagen  finden Sie auch in den Links. Vertragsbestandteile sind die

Beschaffenheitserklärung sowie die zum Baustart aktuellste Version der Einbaurichtlinien.

 

Die Auslegung des Systems erfolgt individuell für jedes Bauwerk basierend auf Erfahrungen aus

über 30 jährigen Anwendung des Entwicklers Henning Großeschmidt und aus meinen aus mittlerweile

über 30 laufenden Anlagen.

Zur Planungsunterstützung wird u.a. ein Rechenmodell eingesetzt, wie es für die Auslegung von

Kachelöfen Anwendung findet.

 

Die Ziele der Temperierung sind im Wesentlichen:

 

1. Sanierung und Beheizung mit einer baulichen Maßnahme

 

2. Erreichung eines dauerhaft trockenen Mauerwerks/Gebäudehülle.

 

3. Verbesserung der Dämmwerte des Mauermaterials aufgrund dessen Trockenheit.

 

4. Herstellung eines gesundheitsfördernden, behaglichen Raumklimas durch fehlende

    Staubaufwirbelung, gleichmäßigere und stabilere Raumluftfeuchte, bessere Luftionisierung,

    niedrigere Raumlufttemperaturen, Heizen mit Strahlungswärme ausgehend von temperierten

    Wänden.

 

5. Verminderung des Lüftungsbedarfes.

 

6. Schutz der Gebäudesubstanz vor Feuchteeintrag aus den Innenräumen und dadurch längere

    Wartungsintervalle der Gebäudehülle innen und aussen.

 

7. Sofern irgend möglich, Nutzung der passiven solaren Wärmegewinne in Verbindung mit

    speicherfähigem Mauerwerk.

 

8. Senkung des Energiebedarfes.

 

Dem angewendeten Rechenmodell liegen Materialwerte zugrunde, die aus der DIN und aus anderen

Quellen entnommen wurden, sofern diese nicht in der DIN wiederzufinden sind. Die in den Normen

angesetzten Wärmeleitfähigkeitswerte sind sogenannte Bemessungswerte, die einen Ausgleichs-

feuchtegehalt voraussetzen. Diese Werte werden von mir entsprechend einem Verfahren, wie es von

Gertis/Holm beschrieben wird, mit einem Sicherheitszuschlag auf Eigenschaften eines trockenen

Materials korrigiert.

 

Die technischen Daten für Mauerwerkswerkstoffe stammen aus verschiedenen Quellen  Sie stellen

einen konservativen Mittelwert gängiger Produkte dar, die im Einzelfall erheblich von den

tatsächlichen Werten abweichen können.

 

Soweit die Hersteller der Baustoffe noch existieren sind die technischen Daten bauseitig zu

beschaffen und bereitzustellen (Dichte, Wärmekapazität und der Bemessungswert der

Wärmeleitfähigkeit Lambda oder der Trockenwert der Wärmeleitfähigkeit). Ansonsten setze ich die

mir vorliegenden Werte an.

 

Aktuelle Grundrisse und Schnitte mit Beschreibung der Wand- und Deckenaufbauten sowie der

Fenster sind vom Bauherren oder dessen Vertreter bereitzustellen.

 

Je nach Aufgabenstellung versuche ich, bestehende Heizkörper weiterzunutzen, sofern diese aufgrund

Ihrer Bauart und Position durch einfache Anpassungen so umerzogen werden können, daß man den

Effekten einer vollwertigen Temperierung recht nahe kommen kann. Das Ziel ist immer, den Eingriff

so gering wie möglich zu halten.

 

Leistungen

Auf Basis der vom Bauherren oder dessen Vertreter bereitzustellender Informationen wie Grund-

risse, Schnitte, Lagepläne, Beschreibung der bedarfsbestimmenden Bauteilquerschnitte erstelle ich

die Anlagenplanung, die folgende Arbeiten umfasst::

1. Anlagenplanung

Die Planung umfasst nicht die Wärmebereitstellungsanlage (Brenner und Kessel, Wärmepumpe etc.)

sondern nur die Wärmeverteilungsseite. Schnittstelle zum Heizungsbauer ist der Verteiler. Hier ist ein

guter und frühzeitiger Informationsfluß zum Heizungsbauer hilfreich, weil die mit dem System

erreichbaren Vor- und Rücklauftemperaturen mit dem bestehenden oder geplanten Wärmeerzeuger

zusammenpassen müssen. Es werde alle Schnittstellendaten für eine korrekte Auslegung der

Wärmeerzeugung, des Pufferspeichers und des Ausgleichsgefäßes bereitgestellt.

 

Je nach Bau (Bauform, Größe, variierende Wand-Querschnitte, Grundrisse, Etagenanzahl etc.) kann

der Planungsaufwand erheblich schwanken. Ich gebe nach Prüfung der Baupläne bzw. Besichtigung

des Baus normalerweise ein Pauschalangebot ab. Um Ihnen eine Vorstellung von Größenordnungen

zu geben:

Eine  z.B. für ein  einfaches Einfamilienhaus (bei einfachen Grundrissen, konstante Raumhöhen,

einfache Dachformen, überwiegend opake Flächenanteile, über die Etagen identische Außen-

wand querschnitte, massive Wandquerschnitte), Keller, Erd- und Dachgeschoss : ca. 3000 €.

 

Der Einsatz einer 3D-CAD-Software hat sich als sehr hilfreich erwiesen und wird daher

standardmäßig eingesetzt.

 

Für den Fall, daß bestehende Heizkörper angepasst werden können, mache ich Ihnen entsprechend

der individuellen baulichen Situation individuelle Vorschläge. Mein Kostensatz dafür liegt aktuell bei

80 €/Stunde. Ich unterstütze Sie so, dass Sie die Anpassungen entweder selbst durch führen können,

oder die Anfertigung der erforderlichen Bauteile bei einem Schreiner oder in einem blechver-

arbeitenden Betrieb ihrer Wahl selbst beauftragen können.

 

2. Bauüberwachung/Baubegleitung:

Baubegleitung, Unterstützung bei Inbetriebnahme und Anlageneinstellung erfolgt auf separate

Beauftragung. Je Besuch gehe ich von je max. einem halben Tag aus. Basierend auf dem aktuellen

Stundensatz können Sie daher mit maximal 320 € pro Vor-Ort Termin rechnen.

Honorarkosten pro Termin anfallen..In der Praxis haben sich folgende Termine als sinnvoll gezeigt:

 

1. Baustart am Besten gemeinsam mit dem Stuckateur und ggf. Elektriker.

 

2. Sofern notwendig, Zwischenprüfung des Baufortschrittes.

 

3. Vorabnahme der betriebsbereiten Anlage VOR Verputzung: dabei wird die Montage kontrolliert, 

die Anlage eingestellt, ein Probelauf gemacht. Bei Einsatz von Kalkputzen können zu diesem Zeit-

punkt auch gleich die Dehnbereiche angeputzt und der Dehnlauf durchgeführt werden.

 

4. Begleitung des Dehnlaufes sofern gewünscht/erforderlich

 

5. Endabnahme und ggf. Feinabstimmung der Anlage nach Bezug in der Heizperiode

 

3. Beratung:

Die Erstberatung beschränkt sich auf ca. 1,5 Stunden, ist für Sie unverbindlich und – bis auf

Fahrtkosten - kostenfrei. In dieser Zeit sollte für Sie und mich deutlich werden, ob die „Chemie“ passt

und ob wir uns miteinander wohlfühlen. (siehe auch Fahrtkosten). Für die Zeit darüber hinaus stelle ich

80 €/h in Rechnung.

 

Fahrtkosten:

aktuell 54 Cent pro Kilometer - wird der Spritpreisentwicklung angepasst. In Verbindung mit anderen

Terminen, die auf der Route liegen, rechne ich anteilig ab. Zusätzlich wird 50% der anteiligen Fahrzeit

in Rechnung gestellt.

 

Gewährleistung:

Ich garantiere für eine gewissenhafte und sorgfältige Planung gemäß dem aktuellen Stand der

Kenntnisse. Da ich essentielles Interesse an gut funktionierenden Anlagen habe, ist eine

entsprechende Arbeitsweise und Begleitung bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme selbstverständlich.

 

Gerne forschen meine Kollegen und ich mit Ihnen zusammen auch noch weiter und freuen uns, wenn

experimentierfreudige Bauherren z.B. die Möglichkeit anbieten, Langzeit-Messungen an der

Installation durchzuführen, um durch Auswertung der Daten immer bessere Grundlagen dafür zu

erlangen, das ohnehin schon einfache System immer besser zu machen und den Materialeinsatz

zu minimieren.